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Pressemitteilungen

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Prof. Dr. Michael Böhm (Pressesprecher, Homburg/Saar)

Kerstin Kacmaz (Pressestelle, Düsseldorf)

Melissa Wilke (Pressestelle, Düsseldorf)

Herzinsuffizienz: Neue Behandlungsempfehlungen der Europäischen Kardiologen-Gesellschaft

Hamburg, Freitag, 12. Oktober 2012 – Vergleicht man die Sterblichkeit nach der Diagnose Herzinsuffizienz (HI) mit jener bei verschiedenen Krebserkrankungen, so schneidet die HI schlechter ab als die meisten Karzinome. Das ist umso beunruhigender, als in Deutschland ein nicht zu unterschätzender Teil der älteren Bevölkerung betroffen ist. Schon in der Altersgruppe der 60- bis 79-Jährigen haben fast zehn Prozent der Männer zumindest eine leichte HI. Weiterlesen »

Neue ESC-Leitlinien: Update zu Risiko und Vorbeugung

Hamburg, Freitag, 12. Oktober 2012 – Mit dem aktuellen Update ihrer Leitlinien zur kardiovaskulären Prävention hat die Europäische Kardiologengesellschaft (ESC) einen radikalen Schnitt vollzogen. Eine Reihe von Neuerungen wird auch die tägliche Praxis im Umgang mit Risiko-Patienten verändern. „Bislang wurde zwischen Primär- und Sekundärprävention unterschieden. Erstere richtete sich an Personen mit Risikofaktoren, die zweite an Patienten, die bereits eine manifeste kardiovaskuläre Erkrankung entwickelt hatten. Diese Unterscheidung gehört nun der Vergangenheit an“, sagt Prof. Dr. Rainer Hambrecht (Herzzentrum Bremen). In Zukunft sollen sich vorbeugende Strategien nach dem individuellen Risiko richten. Menschen mit einem hohen Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, sollen so behandelt werden, wie jene, die bereits einen Infarkt überlebt haben. Weiterlesen »

Durchblutungsstörung der Beine: Katheter-Behandlung und regenerative Therapien für verschlossene Beinarterien

Hamburg, Freitag, 11. Oktober 2012 – In den vergangenen Jahren haben sich Katheter-Techniken, wie man sie aus der Versorgung von Herzinfarkt-Patienten kennt, auch in der Therapie der peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) durchgesetzt. Das bedeutet für die Patienten vor allem weniger belastende Eingriffe verglichen mit der offenen Operation, berichtet Professor Dr. Sigrid Nikol (Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg) auf einer Pressekonferenz zur Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und der Jahrestagung der Arbeitsgruppe Rhythmologie. Von Donnerstag bis Samstag werden im Congress Center Hamburg rund 2000 aktive Teilnehmer erwartet. Weiterlesen »

Akute Bauchschmerzen: Es kann auch die Hauptschlagader sein

Hamburg, Freitag, 12. Oktober 2012 – „Das zunehmende Auftreten von Aorten-Erkrankungen rührt vor allem daher, dass Menschen mit den entsprechenden Risikofaktoren, vor allem Bluthochdruck, heute dank der besseren Behandlungsmöglichkeiten länger leben“, sagt Prof. Dr. Christoph Nienaber (Herzzentrum der Universitätsmedizin Rostock) auf einer Pressekonferenz der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und der Jahrestagung der Arbeitsgruppe Rhythmologie. Von Donnerstag bis Samstag werden in Hamburg 2000 aktive Teilnehmer erwartet. Weiterlesen »

„Checklisten“ verkürzen Klinikaufenthalte von Herzpatienten

Hamburg, Donnerstag, 11. Oktober 2012 – Die Anwendung von standardisierten Behandlungsabläufen auf Basis von Checklisten kann in kardiologischen Abteilungen die Dauer des Klinikaufenthalts bei Herzpatienten zum Teil deutlich verkürzen. Das zeigt eine Studie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Lübeck, die heute auf der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und der Jahrestagung der Arbeitsgruppe Rhythmologie in Hamburg vorgestellt wurde. Sowohl bei sehr häufigen Herzerkrankungen als auch bei selten auftretenden Krankheitsbildern ließ sich dieser Effekt feststellen, wobei die höchste Reduktion ( minus 28 Prozent) bei Patienten mit Lungenarterienembolie beobachtet wurde, die geringste (minus 4 Prozent) beim akuten Koronarsyndrom (Herzinfarkt, instabile Angina pectoris). Weiterlesen »

Online-Unterstützung für depressive Herzpatienten

Hamburg, Donnerstag, 11. Oktober 2012 – Herzpatienten mit einem implantierten Cardioverter-Defibrillator (ICD), die einen im Internet angebotenen „Depressionshelfer“ nutzen, haben deutlich weniger Ängste und depressive Symptome als ICD-Patienten ohne eine solche Online-Unterstützung. Das zeigt eine Studie des Klinikums Links der Weser, Bremen, die auf der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und der Jahrestagung der Arbeitsgruppe Rhythmologie in Hamburg (11. – 13 Oktober 2012) präsentiert wird. Weiterlesen »

Patienten profitieren von Interdisziplinarität und guter Kooperation der Ärzte

Hamburg, Donnerstag, 11. Oktober 2012 – „Die Versorgung von Herzpatienten ist in den vergangenen Jahren zu einer die künstlichen Versorgungssektoren (ambulant und stationär) übergreifenden Aufgabe geworden“, bilanziert Dr. Jost Henner Wirtz (Kardiologische Gemeinschaftspraxis Dinslaken), Tagungspräsident des Kongresses der DGK vom 11. bis13. Oktober in Hamburg. „Die Kardiologie umfasst einerseits typische Krankenhausmedizin: aufwändige und oft lebensrettende High Tech für die Versorgung von Patienten. Andererseits die langfristige Betreuung herzkranker Menschen, dieser Bereich ist die Domäne der niedergelassenen Fachärzte.“ Dabei gehe es um Fragen der Prävention, der Zusammenarbeit mit anderen Ärzten sowie mit anderen medizinischen Berufsgruppen und darum, Patienten über viele Jahre zu begleiten und zur Therapietreue zu motivieren. „Von der immer besseren“ Kooperation dieser beiden Bereiche der Versorgung profitieren letztlich am meisten die Herz-Patienten, so Dr. Wirtz. Weiterlesen »

Immer weniger Herztote in Deutschland – starke regionale Schwankungen – Herzinfarkt ist Männersache, Herzinsuffizienz Frauensache

Hamburg, Donnerstag, 11. Oktober 2012 – „Die Sterblichkeit an den am weitesten verbreiteten Herz-Kreislauf-Krankheiten ist in Deutschland stark rückläufig, außerdem nimmt der Anteil tödlicher Herzkrankheiten an allen Krankheiten laufend ab“, berichtet Prof. Dr. Georg Ertl (Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik Würzburg), Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie anlässlich der Herbsttagung der DGK und der Jahrestagung der Arbeitsgruppe Rhythmologie in Hamburg. „Zwischen dem Ende der 1990er-Jahre und 2010 ist in Deutschland die Sterblichkeit bei akutem Herzinfarkt und den ischämischen Herzkrankheiten (Krankheiten als Folge schlechter Durchblutung) um rund 20 Prozent gesunken.“ Weiterlesen »

Kardiologenkongress Mannheim: Besucherrekord mit 8200 Teilnehmern

Moderne interventionelle Verfahren mit großem Nutzen für die Patienten

Mannheim, Samstag, 14. April 2012 – „1825 Vorträge und Posterpräsentationen und insgesamt 8200 aktive Teilnehmer aus 27 Ländern sind neuer Rekord für unsere DGK-Jahrestagung“, zog DGK-Präsident Prof. Dr. Georg Ertl (Universitätsklinik Würzburg) Bilanz zum Frühjahrskongress der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK), auf dem von Mittwoch bis Samstag (11. bis 14. April 2012) in Mannheim aktuelle Entwicklungen aus allen Bereichen der Kardiologie behandelt wurden. „Aber auch jenseits der erfolgreichen Zahlen konnten wir mit den Themen dieses Kongresses einmal mehr deutlich machen, welchen wichtigen Beitrag die Herzmedizin zu den großen künftigen Herausforderungen für die Gesundheitssysteme.“

Schwerpunktthema der DGK-Jahrestagung waren dieses Jahr die interventionellen, also minimal invasiv in den Körper eingreifenden kardiovaskulären Therapien, die sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt haben und in der Herz-Medizin enorme therapeutische Fortschritte gebracht haben. Jetzt geht es darum sicher zu stellen, dass alle Patienten, die von so einer Behandlung profitieren können, diese auch erhalten. Auf der andern Seite geht es um ein gesundheitsökonomisch verantwortungsvolles und effizientes Vorgehen, das den unqualifizierten, nicht angemessenen Einsatz der neuen Behandlungsmethoden vermeidet. Hier hat die Evidenz-basierte Medizin einen zentralen Stellenwert. Die Sicherheit und der Nutzen für die Patienten, der Akut- und Langzeit-Erfolg müssen besonders gut nachgewiesen werden. Das wird in der deutschen Kardiologie durch den konsequenten Einschluss der Patienten in klinische Studien und Register gesichert.

Vorgestellt wurde in Mannheim auch das neue deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK). Der Aufbau des DZHK soll bis 2015 abgeschlossen sein, es wird dann von Bund und Ländern rund 40 Millionen Euro pro Jahr erhalten. Ziel des Projekts ist es, neue Strategien aus der Grundlagenforschung in die Klinik zu bringen, aber auch, große klinische Studien durchzuführen. Von besonderem Interesse sind dabei Fragestellungen, um die sich die Industrie nicht bemüht. Das DZHK soll einen bundesweiten Verbund bilden, mit dem man beispielsweise große klinische Studien leichter realisieren kann. Durch koordinierte Förderung soll eine nationale Studienlandschaft aufgebaut werden. Rund 30 Konsortien haben sich für die Mitarbeit am DZHK beworben. Davon wurden sieben Standorte mit 25 Partnern in universitären und außeruniversitären Einrichtungen ausgewählt. Die Standorte sind Berlin/Potsdam, Frankfurt am Main/Mainz/Bad Nauheim, Göttingen, Greifswald, Hamburg/Kiel/Lübeck, Heidelberg/Mannheim und München. Die Geschäftsstelle hat ihren Sitz in Berlin. Finanziert werden die neuen Zentren zu 90 Prozent vom Bund und zu zehn Prozent von den Ländern.

 

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